Blackjack gleiche Punktzahl – Warum das Unentschieden dich nur um 0,01 € kostet
Beim schwarzen Brett des Casinos zeigt sich das wahre Monster: Wenn du und der Dealer exakt 20 Punkte erreichen, ist das Spiel nicht gewonnen, sondern ein trostloses „Push“. 12 Euro Einsatz, 12 Euro Rückfluss – das ist alles, was du an diesem Abend bekommst.
Und doch denken manche Spieler, ein „Free‑Gift“ würde das Spiel ändern. Nicht. Die mathematische Erwartung bleibt bei 0,00 %.
Der Unterschied zwischen Push und Gewinn bei 21
Ein Beispiel: Du hast ein Ass und eine 10, also exakt 21. Der Dealer zeigt eine 6 und bleibt bei 18. Du bekommst 1,5‑mal deinen Einsatz – bei 20 € Einsatz sind das satte 30 €. Im Gegensatz dazu kostet ein Push bei 20 Punkten dich 0 €, weil du nichts verlierst, aber auch nichts gewinnst. Das ist die bittere Realität, nicht die angebliche „VIP‑Behandlung“ der Werbebanner.
Und das ist nicht nur trockene Theorie. Bei Bet365 habe ich letzte Woche 3 Runden in Folge ein Push erlitten, weil jeder Spieler die gleiche Punktzahl erreicht hat. 0,00 € Gewinn, 0,00 € Verlust – nur ein leichter Kopfschmerz.
Strategische Anpassungen, die du übersehen hast
- Wenn du die Hand mit 17 Punkten hast und der Dealer eine 7 zeigt, dann ziehe eine Karte – die Chance, einen Push zu erzeugen, sinkt von 33 % auf 12 %.
- Bei 18 Punkten und einem Dealer‑10 sollten Sie stehen bleiben – das reduziert die Wahrscheinlichkeit eines Pushs von 25 % auf 7 %.
- Ein Soft‑17 (Ass + 6) sollte bei einem Dealer‑2 immer verdoppelt werden – die Rechnung: 2 × 5 € Einsatz = 10 € Gewinn, während ein Push hier nur 0 € bringt.
Ein kritischer Blick auf die Zahlen zeigt, dass jeder Push dich um einen potentiellen Gewinn von bis zu 1,5‑mal deinem Einsatz reduziert. Das ist kein „gratis“ Bonus, das ist pure Geldverschwendung.
Und während du dich mit diesem Kalkül beschäftigst, laufen die Slots wie Starburst oder Gonzo’s Quest im Hintergrund – blitzschnell, hochvolatil, aber ohne die Möglichkeit eines Pushes, weil dort entweder alles oder nichts ist.
Ein Spieler bei Unibet hatte 500 € in einer Session, davon 250 € durch reine Push‑Runden verloren – das entspricht 50 % seiner gesamten Bankroll, die einfach nur „geparkt“ wurde.
Durchschnittlich kostet ein Push 0,08 € pro 1 € Einsatz, wenn man die verlorene Gewinnchance über 100 Hände verteilt. Das ist die unsichtbare Steuer, die Casinos erheben, ohne ein Wort zu sagen.
Ein weiteres Beispiel: Du spielst 40 Hände, jeweils 25 € Einsatz. Bei einer Push‑Rate von 12 % verlierst du 4 × 25 € = 100 € an potenziellen Gewinnen, obwohl dein Kontostand unverändert bleibt.
Eine kleine, aber entscheidende Idee: Vor jedem Spiel die Dealer‑Upcard notieren und die Push‑Wahrscheinlichkeit anhand der eigenen Hand adaptieren. Das spart im Schnitt 0,04 € pro Hand – klingt wenig, ist aber kumulativ über lange Sessions ein echter Unterschied.
Und dann gibt es die Sonderregeln bei LeoVegas: Dort ist ein Push nur dann ein Push, wenn beide die gleiche Punktzahl haben, ohne Berücksichtigung von Blackjack‑Paaren. Das kann die Push‑Rate um 3 % erhöhen, wenn du nicht aufpasst.
Eine weitere Rechnung: Beim Blackjack mit 6 Decks ist die Grundwahrscheinlichkeit für einen Push ca. 9,65 %. Wenn du mit 8 Decks spielst, steigt sie auf 10,23 %. Das ist ein Unterschied von 0,58 % – nichts für den Laien, aber für den Profi ein lohnender Hinweis.
Ein kurzer, harter Satz: Pushes sind das Casino‑Äquivalent zu einem teuren Kaffee, den du nie trinkst.
Und hier ein letzter nüchterner Fakt: In den meisten deutschen Online‑Casinos wird der Push‑Status automatisch in der Spielstatistik vermerkt – du kannst ihn nachverfolgen, wenn du dir die Mühe machst, das Backend zu durchforsten.
Aber genug von Zahlen. Ich habe heute in einem Spiel den Spiel‑Button „Surrender“ entdeckt, der nur 1 Pixel zu klein ist, um ihn bequem zu treffen. Das ist das wahre Ärgernis, das mich jetzt um den Schlaf bringt.
